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Tagebuch Dezember 1999

25. Dezember 1999 Es war ein sehr schöner Heilig Abend. Wir haben den ganzen Abend gesungen. Die Kartoffelklösse zum Barten sind leider nichts geworden, doch wr haben schnell Kartoffelpuffer aus der misslungenen Masse improvisiert. Alles in allem ein toller Abend. Das Fest geht gleich weiter mit einer Feuerzangenbowle für heute und morgen gibts dann schweizer Käsefondue. So können wir uns mit der internationalen Küche nicht beklagen.

24. Dezember 1999 Wir verbringen Weihnachten auf dem Nachbarschiff SY Maveria. Skipper Andy und Freundin Breeze sind die Gastgeber. Ich mache den Rinderbraten, die Crew von der holländischen SY Tamo besorgt den Salat und das Dessert.

Fast gab es eine weisse Weihnacht auf Rhodes. Am Vormittag hat es stark gehagelt und das Deck war mit Eisperlen bedeckt. Doch die warmen Temperaturen haben alles schnell wieder aufgetaut.

Wir wünschen allen Lesern eine schöne Weihnacht und falls wir es mit dem Update nicht mehr schaffen, einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

20. Dezember 1999 Nun begann ich doch endlich mit dem Ausbau der Decke. Die Sperrholzplatten überzieh ich mit Kunstleder. Das sieht recht gut aus und wirkt wärmer als gemaltes Holz. Ich schaffe pro Tag etwas 4 Platten fertig zuzuschneiden. Das Beziehen der Platten geht einfach mit Stecknägeln. (Bostich, Tacker)

18. Dezember 1999 Es ist zum verrückt werden. Seit 5 Tagen warte ich auf den Schmied der die Manchette schweissen soll. Jedesmal wird mir gesagt er käme am nachmittag oder zu einer bestimmten Uhrzeit und dann errscheint er nicht. Unglaublich. Nun habe ich einen anderen Schmied beauftragt. Dieser hatte zwar sofort unser Boot aufgesucht, er kann die Manchette aber erst in 14 Tagen anfertigen.

In der Zwischenzeit bläst, stürmt und regnet es kräftig und mein Mast wird nur von den Topwanten gehalten. Bei jeder Böe biegt er sich sichtbar durch, weil die unteren Salinge fehlen.

11. Dezember 1999 Ich habe heute morgen die Salinge vom Mast abgenommen und untersucht. Es war höchtse Zeit da etwas zu ändern. Von meiner Amateurmeinung aus, sah alles okay aus. Doch nun bin ich froh das ich sie überholen werde. Der Beschlag ist angebrochen und ich lasse eine breite Stahl-Manchette anfertigen um die Druck-Kräfte die auf den Mast wirken besser zu verteilen. Die Salinge sind aus Eichenholz. Noch überlege ich ob ich diese aus Aluminium oder Stahl nachbaue, weil das Holz mit der Zeit verrottet, Teilweise ist das schon der Fall.
Ausserdem fand ich einen kleinen Riss im Mast an der Stelle wo die Salinge in den Mast gedrückt werden. Das ist ein Problem. Mir wurde vorgeschlagen kleine Löcher am Ende des Risses zu bohren um ein Weiterreissen zu bremsen. Die grosse Manschette wird dann eine grosse Auflagefläche für die neuen Salinge bilden und die Problemstelle sollte nicht mehr beansprucht werden. Somit sollte diese Sorge gelöst sein. Dann muss ich mir die oberen Salinge ansehen. Diese sind besser am Mast befestigt und haben bereits eine grosse Manschette die den Druck verteilt. Der Hauptdruckpunkt auf den Mast ist ohnehin diese Stelle. Doch die unteren Salinge müssen eben auch voll stabil gebaut sein.

Leider muss ich durch dieses Projekt den Ausbau der Decke in AMBERELLA wieder mal verschieben.

8. Dezember 1999 Nina schrieb heute in ihrem Tagebuch: Was für ein morgen. 7 Uhr und Nastasja ist bereits schwimmen gegangen...meine Lach-und Tränendrüsen wurden bereits stark beansprucht.
das ging so:
Ich war gerade dabei unter der wärmenden Sonne das Cockpit und Bordkatze Skippers Toilette zu säubern, da sehe ich wie Nastasja ihre überdimensionalen Hundefinken (Pantoffeln) in meine zu grossen Badelatschen quetscht. Ich habe mir noch gedacht, dass kann nicht gut gehen, setzte aber meine Arbeit fort. Frank stand splitterfasernackt in der Toilette. da höre ich ein platsch... blicke über bord und ich sehe wie Nastasja im Wasser kräftig strampelt. Was für eine Freude, sie kann sich absolut alleine, so früh am morgen, mit Kleidern und Schuhen über der Wasserlinie halten!!! trotzdem sprang Frank keine 10 Sekunden später ins kalte tiefe Blau und zog unseren Fisch an Land.
Nach Tränen folgt das Lachen und Nastasja ist nun mächtig stolz -

Die Wassernixe und Neptun stehen gerade unter einer warmen Dusche...

Was der heutige Tag wohl noch bringen mag?

5. Dezember 1999 Es passieren in Rhodos keine erwähnenswerten oder spannenden Ereignisse. Während wir im Radio von verherrenden Stürmen uns Eiseskälte im Norden Europas erfahren, gehen unsere Frauen täglich morgens im mediterranen Wasser baden. Die 19 ° C Wassertemperatur sind mir schon zu kalt, doch Nina, die sonst immer die verwöhnte Badenixe spielt scheint nun abgehärtet.

Ich verbrachte 3 Tage mit dem Schleifen und spachteln der Luke für die Eingangsschiebetür. Nach dem Streichen war ich von meinen Pinselfertigkeiten enttäuscht. Der ganze Aufwand die Oberfläche peinlich genau glatt zu schleifen war umsonst. Man sieht sehr deutlich die Pinselstriche. Den Roller vermied ich diesmal, weil die PU Farbe schnell Blasen wirft. Doch eine Idee von einem Mitsegler probiere ich vielleicht noch aus. Er meinte ich soll die Oberfläche erneut schleifen und dann mit einer Sprühdose das Finish sprühen. Das klingt vielversprechend.

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