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Tagebuch November 1999

29. November 1999 Die Gemeinschaft der Segler in der Marina wächst nun fester zusammen. Wir machen Pläne für die Feiertage im Dezember. Weihnachtsstimmung kommt auch hier in der Ferne auf. In Rhodos wurde ein Weihnachtmarkt organisiert. Verschiedene Ausländervereine präsentierten ihre Heimatländer. So fanden wir am deutschen und schweizerischen Stand auch den beliebten Glühwein und Gebäck, wie wir es zu dieser Jahreszeit gewohnt sind.

In den vergangenen Tagen war ich ziemlich faul und begann keine neuen Projekte an AMBERELLA. Das soll ich in der nächsten Woche wieder ändern.

24. November 1999 Nastasja's Geburtstag jährt sich zum 3. mal. Es wird ein kleines Fest geben und wir besuchen das Aquarium von Rhodos, gehen auch Pferdereiten.

Der Tag ist perfekt mit klarem Himmel und moderaten Temperaturen. Eben richtig Geburtstag:).

Nastaja Birthday Pictures

22. November 1999 Rechtzeitig vor dem ersten Regen wurden die zwei Luken fertig gestellt. Ich glaube das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Sikaflex war bei den warmen Temperaturen schon nach 4 Tagen schleifbar getrocknet.

20. November 1999 Ein fast glücklicher Tag. Der Alternator (Lichtmaschine) arbeitet super, sogar ohne die Lampe die der Shop vorgeschlagen hatte, denn es war stattdessen ein Motorstundenzähler angeschlossen, der die gleiche Funktion wie die Lampe erfüllt. Aber der Stundenzähler funktioniert natürlich nicht perfekt. Plötzlich geht die Uhr nicht mehr. Ein Blick hinein erklärte, dass dieses wirklich sehr alte Teil mit einem Kick am Pendel super funktioniert. Leider kann ich es nicht immer ankicken, wenn ich die Motorstunden zählen will. Ein Vergleich der Preise in den Shops brachte Variationen zwischen 100 und 200 Mark. Nein Danke. Nun bleibt mir noch der Gang zum Uhrmacher, vielleicht kann er den alten Zähler reparieren..
Ich habe nun erst mal die Sache so angeschlossen, dass der Ladestrom des Alternators über den 50 A Meter läuft und die jeweils geschaltete Batterie läd.
Nachteil: ich muss den Motor abstellen um zwischen den Batt-packeten zu schalten, damit der A. durch das Leerlaufen beim Umschalten nicht kaputt geht.

Jetzt brauch ich entweder ein Trennrelais oder einen Batteriepacketschalter mit überlappenden Kontakten um zu Vermeiden das der A. von den Batterien beim Umschalten getrennt wird.
Die dadurch verursachten hohen Spannungen können nämlich die empfindliche Elektronik des Reglers zerstören.

Natürlich könnte ich mittels Dioden beide Batterien gleichzeitig laden, aber nur jeweils eine zum Verbrauch benutzen. Doch der Spannungsabfall durch die Dioden macht ein volles Laden unmöglich.
Die jetzige Variante ist zwar nicht die komfortabel Beste, aber in Bezug auf Sicherheit (immer volle Starterbatterie) die Bessere.

Ich schalte vor dem Starten des Motors, die Starterbatterie, die dann geladen wird und gleichzeitig Power für die Ankerwinde spendet. Nach dem Verlassen des Hafens schalte ich den Motor ab, schalte auf Verbraucherbatt. und wenn ich in den Hafen gehe, (mit Motor>) werden auch diese Batterien geladen.

Wir haben nun auch 220 Volt an Bord, (liegen in der Marina) und ich habe mir auch ein kleines 7 A Ferve Ladegerät gegönnt. Das läd zwar langsam ist aber ausreichend, denn wenn ich schon mal Strom an Land nehme bleibe ich ohnehin ein paar Tage.

Alles zusammen. Lichtmaschine, Regler, Einbau und zusätzl. 12 V ladegerät kosteten 500 Mark.

18. November 1999 Endlich habe ich einen Generator (Lichmaschine) Leider hat der 100 A Generator aus Canada, den ich haben wollte, nicht in den Motorrraum gepasst und ich musste mich mit 65 A aus Frankreich begnügen. Wenn man bedenkt dass der Nettostrom dann noch 40-45 A erreicht ist das okay.

Natürlich klappt der Austausch nicht einfach Plug and Play. Erst mal haben wir ne Schraube am Motor abgebrochen und ich musste einen Kompromis beim Befestigen des Alternators finden. Dann brachte die Lichtmaschine keine Power und ich war am Ende mit meiner Weisheit. Doch der Shop Service hatte in einer Minute das Problem erkannt. Es brauchte eine Lampe zum induzieren der Erregerspannung für den Alternator. Später fand ich dann keine Verbindung um den Drehzahlmesser anzuschliessen und der Service musste die Lichtmaschine wieder mitnhemen um ein Kabel extra dafür zu legen.

Roland war voll dabei meine Luken mit Sikaflex to kleben. Die werden echt toll. ich bin gespannt wie alles aussieht wenn ich in 2 Wochen mit dem Abschleifen des harten Sikaflex beginnen kann.

16. November 1999 Die Aufgabe 2 Luken für AMBERELLA zu fertigen habe ich nun lange genug herausgeschoben. Mit Roland als proffesionellen Schreiner habe ich die beste Hilfe beim Angehen des Problems. Und genau zum richtigen Zeitpunkt finde ich einen Artikel in der englischen Zeitschrift, der erklärt wie man eine Luke mit Teakholzbelag baut.

Bei einem Schreiner fand ich das preiswertere Irokoholz (auch fälschlicherweise Afrikanisches Teak genannt) . Es hat fast die gleichen Qualitäten wie echtes Teak und reicht für meine Zwecke. Nachdem wir die richtigen Masse zurechtschneiden liessen bündelte Roland die Bretter und schliff eine exakte Kantenlinie. Dann sägten wir die richtigen Längen und legten das Muster mit Hilfe von 5mm Plastikstreifen als Abstandsmass aus. Dann sägten wir die Sperrholzplatten, die als wasserfeste Unterseite dienen. Durch Roland kann ich echt ein paar Fertigkeiten lernen.

15. November 1999 Roland und ich verbrachten 4 Tage mit der Fertigung einer grossen Hundehütte für das Tierheim. Was eigentlich nur 2 Tage dauern sollte, war wegen der vielen Extrawünsche der Kundin dann doch ein längeres Projekt. Doch mit dem verdienten Geld können wir wieder etwas haushalten.

10. November 1999 Die gestrige Überfahrt zurück nach Rhodos war ereignislos. Die totale Windstille zwang uns wieder zum motoren. "Otto" unser Diesel hielt auch diesmal durch. Wir kamen in der Nacht im Mandrakihafen an. In den türkischen Bergen sahen wir viel Wetterleuchten. Bald erreicht auch uns der erste Winterregen.

Heute begannen wir mit dem Einwintern des Schiffes. Die Segel wurden gewaschen und verstaut. Der Dinghi und der Aussenborder ist auch komplett eingemottet. Alle Leinen werden gewaschen. Vielleicht segeln wir nochmals nach Marmaris, falls Klaus noch mehr Holz braucht. Doch momentan bereiten wir uns auf einen längeren Aufenthalt in Rhodos vor.

Wir sind wieder total abgebrannt und müssen schnellstens Arbeit finden. Sobald wieder Geld da ist, muss ich unbedingt am Innenausbau weitermachen. Erste Priorität hat eine Lichtmaschine um die Batterien besser zu laden. Der Winter ist nicht lang. Im Frühjahr haben wir neue Pläne.

7. November 1999 Wir, Roland und ich, fuhren nach Bosporun und fanden endlich die gewünschte Menge Teakholz. Die Fahrt durch die Berge um Marmaris, vorbei an der Ohanye Bucht war sehr eindrucksvoll. Die Qualität des Teaks war sehr unterschiedlich. Wir suchten uns einige gute Stücke aus. Bei einem Preis von 9000 DM/pro m3 waren wir sehr sehr vorsichtig auch nur das Beste herauszusuchen. Im Grunde genommen lohnt sich die fahrt in die Türkei für Klaus, der das Holz kauft, nicht, denn zu diesem Preis bekommt er es auch in Rhodos. Aber wir fanden auch Teaksperrholz und Furnier, welches er in Rhodos noch bekam.

6. November 1999 Marmaris als Touristenzentrum ist fast leer. Die meisten Geschäfte und Retaurants schliessen jetzt. Nur wenige bleiben geöffnet.

Während Nina und Nastasja den Spielplatz besuchten gingen Roland und ich an die Arbeit. zuerst klappte alles wunderbar. Wir fanden die geschäfte und den Schreiner den wir suchten. Doch dann kehrte sich unser Glück. Nichts geht schnell in der Türkei. Zuerst wurde uns gesagt das Holz wäre da, dann hiess es wir müssten es in Istanbul bestellen, später hiess es es würde nur Holz an lokale Schreiner verkauft, nicht an Einzelpersonen und wieder später war auch noch der Preis anders als vorher ausgehandelt. So telefonierten wir mit Klaus, dem Schiffsbauer für den wir das Holz holen. Er muss nun seine Beziehungen in Marmaris spielen lassen.

In der Zwischenzeit traf ich alte Freunde. Wolfgang und Angela vom Ktamaran "Linga Longa". ich traf sie im letzten jahr und half ihnen ihren Mast zu überprüfen.

5. November 1999 Wir setzen Segel und Kurs nach Marmaris. Mit uns kam der Holländer Roland von der SY Arrow. Er ist Schreiner. Unsere Mission ist es Teakholz aus der Türkei für einen deutschen Segler, der sein Schiff in Rhodos baut, zu kaufen. Wir hatten nur das Grosssegel oben, aber es nützte nichts. es war komplett windstill. Wir hofften nun auf etwas wind am nachmittag. Unser Dieselmotor, genannt "Otto" tuckerte gleichmässig. Doch mit den letzten Erfahrungen glaubte ich nicht das der Motor lange laufen würde. Noch immer zog er vLuft im Kraftstoffsystem und geht aus. Schon mehrfach habe ich Leckstellen gesucht und gefunden. Mein Optimismus hielt sich aber ins Grenzen. Doch nachdem wir bereits 4 Stunden motorten fand ich, dass Otto seine sache gut gemacht hatte. Trotzdem wollten wir nicht die gesamten 23 meilen motoren und stoppten deshalb in der Ciftlik Bucht. Hier wurden wir von Mehmet, dem Besitzer des restaurants, den wir bereits kannten warm empfangen. Auch war die SY Isenisca mit Geeorg und Rita da. Wir kennen Georg nun schon fast 2 Jahre.

Jetzt merkt man das der Winter einbricht. Die Buchten sind total leer. es gibt keine Touristen, keine laute Music und auch keine Charter Flotillien. Einfach phantastisch diese Ruhe. das wasser ist noch 25 °C warm und kristall klar. Jetzt kann man auch sehr gut Tintenfische jagen.

3. November 1999 Die Welt ist klein, sagen wir manchmal. Aber wie klein sie wirklich is habe ich gestern erst gemerkt. Als ich mit der Crew der SY "Sound of Music" unterhielt kamen wir langsam auf das Thema segeln in Australien zu sprechen. Ich erwähnte, dass Nina und ich die Westküste Australiens und die Kimberleys besegelt haben. Tonnie und Heinrich sagten dann, dass die Yacht "Black magic" zur selben Zeit im King George ankerte als Sound of Music. Da holten wir Bilder vor und lasen in Ihrem Logbuch dass wir uns vor 3 Jahren bereits getroffen haben.
Die Welt ist klein. Dieses Foto wurde 1996 aufgenommen. Eine der 3 Yachten, die SY Sound of Music, trafen wir in Rhodos wieder. Die Sound of Music segelte seit 1996 von Australien bis ins Mittelmeer.

Während wir weiter Fotos austauschten und erzählten stellten wir sogar fest, dass wir die gleichen Brieffreunde haben Die SY Ocean Strider aus sydney trafen wir beide an verschiedenen Häfen in Indonesien. heinrich las immer mehr yachtnamen aus seinem Logbuch vor und mir fielen zu einigen die Namen der Crew ein. Etwa 6 weitere australische Schiffe kannten wir gemeinsam

1. November 1999 Wir hätten nicht gedacht am 1. November noch Badewetter zu haben. es ist angenehm warm, am Tage ca 27-30 Grad und das Wasser hat noch 25 Grad Temperatur. Was will man mehr? Als besondere Attraktion des Tages sahen wir heute eine Schar Pelikane inmitten des kleinen Hafenbeckens von Mandraki schwimmen.

Endlich konnte ich etwas mehr Info zu AMBERELLAs Design zusammentragen. Die Daten wurden von einem holländischen Segler gesendet, der unsere website gefunden hat las er nach dem Designamen Roc129 suchte.

Wir sind wieder in Aufbruchstimmung. Es bahnt sich für uns eine Beshäftigung an. Wir werden für Klaus, einem Segler, der seit 20 Jahren in Rhodos lebt, Teakholz aus der Türkei transportieren. AMBERELLA sozusagen als Frachtschiff. Da wir ohnehin nochmal ijn die Türkei müssen, um die Ausklarierungspapiere zu stempeln, boten wir ihm an das Holz gleich mitzubringen. Ausserdem haben wir so Gelegenheit unsere Freunde in Fethiye nochmals zu besuchen.

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