Neues
|
Archive
|
Kontakt
|
Links
|
Home

 

Tagebuch Juli 1999

Spezial Fethiye nach Rhodos, eine aufreibende Fahrt mit Hindernissen!

31/07/99 technische Probleme: Wir sollten mit dem Deck nun schon fertig sein, aber es ist wie so oft nicht so wie wir wollen. Zuerst fiel meine Bosch Flex (Winkelschleifer) aus. Sie war nur etwas über ein Jahr alt. Und heute macht der Excenterschleifer schlapp. Bei der Flex konnte ich das Problem finden, der Hauptschalter war durchgeschmolzen und die Kohlebürsten abgenutzt, und er läuft wieder. Aber der Excenterschleifer , ebenfalls Bosch und nur knapp über ein Jahr alt, hat einfach keine Power mehr und ich kann das Problem nicht ausfindig machen. Es vergeht kein Tag ohne Defekte.

Mein Kurzwellenradio (Weltempfänger) spielt neuerdings sehr komisch. Er stellt sich auf "Lock" position, keine Taste geht dann mehr. Nach einigen Tagen cooperiert er dann wieder, nur um wenige Tage später wieder auszufallen. Ich habe ihn für Wetterfaxe mit dem Macisntosh Programm Multimode gut verwenden können.

Heute fuhren wir uns zudem noch eine Leine in den Propeller. Das war wieder 1 Stunde Arbeit unter Wasser, ohne das die Tagespläne erfüllt wurden. Ich habe es mal wieder geschafft ein Bild fürs Web zusammenzustellen. Auch Nastasja Oma ist nun auf dem Internet, beim Picknik in Rhodos Wäldern. Der linke Ausschnitt zeigt unser Deck vor dem Laminieren mit ausgeschnittenem Balsaholz.

Trotz alledem keine grossen Dramen voraus. Nastasja plappert nun immer mehr und hört oft Stundenlang nicht auf. Nina beschäftigt sich am meisten mit ihr, während ich an Bord arbeite. Die arbeiten an Bord ist nicht weniger kompliziert, als wenn wir AMBERELLA an Land hätten. Man kann eben schnell mal ins wasser springen und den Baustaub abwaschen:)

25/07/99 Wie immer verschätze ich mich mit dem Zeitaufwand den ich für meine Projekte brauche. Die Flächen auf dem Deck sind wieder einlaminiert, benötigen aber noch viel Feinarbeit und Schliff um unsichtbar zu werden. Dann habe ich aus Sperrholz zwei Rahmen erstellt die für zwei Luken am Deck einlaminiert werden. Auf diese Weise werden die Luken vom Deck gehoben und somit kann Spritzwasser, das auf dem Deck bei hohem Seegang entlangschwemmt nicht mehr auf die Luken treffen und wird vorbeigeleitet.

Durch die vielen Verzögerungen, dem Mehraufwand an Geld und Zeit steht unsere eigentlichen Ziele momentan hinten an. In dieser Frage liege ich im Streit mit Nina. Wie sollen wir weitermachen? Das Geld geht schneller zu Ende als geplant und wenn unsere Pechsträhne weiter anhält werden wir das AMBERELLAprojekt pausieren müssen.

Nach meiner Meinung sollten wir AMBERELLA nicht so schnell aufgeben. Wir haben noch Zeit und Budget um in eine bessere Position zu kommen, als wir es jetzt sind. Nina hingegen ist jetzt richtig pessimistisch geworden und hat zu viele Zweifel.

22/07/99 Immer noch in Safira Beach , in der Nähe Rhodos. Ich arbeite am Deck und mache einige grosse Reparaturen. Das Deck is in Sandwich-bauweise mit Balsaholz gefüllt, das über die Jahre feucht wurde und unterm Laminat verrottete. Ich schnitt 3 grosse Stücken aus und ersetzte das Balsa mit Bootsbausperrholz. Die Platten wurden nochmals in Glasfiber eingeschlagen und laminiert um mehr Festigkeit zu erreichen. Das grösste Problem ist, die Reparaturen unsichtbar zu machen. Dazu muss ich genau darauf achten das die verschiedenen Lagen Glasfieber am Ende die gleiche Dicke zum Deck ergeben, wenn das ausgeschnittene Stück wieder aufgesetzt wird. Der Vorbesitzer hat hier geschlampt und kleine Reparaturen nur kaschiert, indem er PU Schaum in die weichen Stellen spritze. Binnen kurzer Zeit wird die Stelle dann wieder weich.

AMBERELLAs Deck ist aus Polyester gefertigt, während der Rumpf aus Epoxy gemacht wurde. Die Qualitäts unterschiede sind deutlich zu sehen. Nach nunmehr 25 Jahren, ist das Polyester weich und brüchig geworden. Die vielen Harrisse wirken wie ein Schwamm und jeder Tropfen Wasser wird aufgesaugt. Besonders gefährdete Stellen laminiere ich deshalb neu und werde das ganze mit elastischer Epoxidharz Farbe wasserfest streichen.

19/07/99 Nochmals zur Technik. Es sollte nochmals 1 Tag dauern, bis ich diese Wasserpumpe zusammengesetzt hatte. Nun stellte sich heraus, dass die Pumpe immer noch undicht ist, und zwar an der Wellen. Ausserdem pumpt die Bilgepumpe, immer mal wie sie will. Scheinbar ist die Saugwirkung zu gering. Doch so richtig verstehe ich das nicht, denn sie sollte genausoviel pumpen, wie die Nebenkammer fürs Kühlwasser. Statt dessen tröpfelt sie hier und da etwas aus dem Auslass.

Um die Wellendichtung zu wechseln muss die Pumpe abgebaut werden, doch vor 2 Tagen habe ich ja festgestellt das dies nicht geht, ohne den Motor zu heben. Zum Glück kann das Wasser der Pumpe nicht in den Oelkreislauf laufen, obwohl die Welle über Zahnräder aus dem Stirnrad angetrieben wird. Es gibt einen gewollten Wasserabfluss unter der Welle, damit kein Wasser die Dichtungen zum Motorblock angreift. Anscheinend muss die Pumpe tropfen oder auch nicht, denn heute abend hörte sie plötzlich auf Wasser zu träufeln. Na, ich lass mich überraschen.

Um die Pumpe wieder festzuschrauben, habe ich nun doch den Oelfilter abgeschraubt und gleichzeitig einen Oelwechsel gemacht. Kann ja nicht schaden. Dann klemmte ich mich nochmals an die Glühkerzen, die ich bisher nie abschrauben konnte. Heute bewegten sich alle drei ganz einfach und ich säuberte und prüfte deren Funktion. Um ganz sicher zu sein, ob sie funktionieren, habe ich sogar einen elektronischen Thermometer angeklemmt und 630 °C beim Vorglühen gemessen. Nun ob das reicht? Jedenfalls glühen die Kerzen sichtbar.

17/07/99 Ich schaffte es die Teile der Pumpe wieder zusammenzusetzen, aber anschrauben ist noch unmöglich. Die Pumpe sitzt an solch einer beschissenen Stelle. Ich wünschte ich könnte den Designer mal den Service machen lassen. Ich brauche einen Nusschlüssel, der um die Ecke und auf Kopf dreht...mein Kreuzgelenk scheint zu wenig flexibel.

Den Impeller zu finden war nicht schwer, doch während die normalen Impeller die ich sah alle so um die 10-15 DM kosteten, war mein Impeller natürlich dreimal so teuer und ich brauchte derer zwei.

Trotz diesem Ärgers trafen wir Nina's Mutter heute und hatten einen schönen Nachmittag, bei Oliven, türkischem Wein und einigen Snacks. Sie werden morgen wieder in die Schweiz abfliegen.

16/07/99 Nach einem ausgiebigen Einkaufstag, bei dem ich auch mein GPS Garmin 128 abholte, widmete ich mich der Pumpe zweiter Teil. Mit einem Schwung flog der Bronzeschaft von der Welle. Klasse das ging schnell. Nun zum zweiten Impeller. Hier war das Problem. Ich habe keine Beschreibung unseres Motors und somit auch keine Ahnung wie man die Pumpe zerlegt. Alles ist immer erste Erfahrung. Nirgend war ein Hinweiss oder eine Schraube, die zum zweiten Impeller führte. Das ein 2. Impeller da war bestätigte mir der Blick mittels Taschenlampe durch den Wasserzulauf. Ich versuchte die Pumpe komplett abzunehmen, aber weit gefehlt. Hier waren Oelfilter und Befestingungsflansch im Wege. Ich müsste einen Oelwechsel machen oder den Moror heben um die Pumpe zu entfernen. So ein Schwachsinn! Französische Designer haben dieses Detail am 3 cyl. Renault marine Diesel komplett verpennt. Ich fluchte mal wieder alle möglichen Schimpfwörter heraus und begann von vorn. Jetzt fand ich heraus das man einen Ring an der Pumpe, von dem ich zuerst glaubte er wäre massiv angeschweisst lösen kann. Nun sah ich den Impeller vor mir, doch der Ring bewegte sich nur etwa 1 cm und war dann von besagtem Flansch blockiert. Ausserdem war auf der Impellerwelle 2 Stahl-Noppen die mich hinderten den Ring noch etwas weiter vorzuquetschen. Irgendwann kam ich dann auf die Idee diese Noppen mal zu untersuchen und siehe da man konnte sie aus der Welle ziehen. Nun war der Ring nur noch vom Flansch blockiert. Ich wollte schon aufgeben, doch dann konnte ich den Ring über den Flansch kanten und endlich den Impeller erreichen. Wie ich das alles wieder zusammenbauen soll weiss ich heute nich nicht. Morgen ist auch noch ein Tag.

15/07/99 Ich habe 3 grosse Schnitte ins Deck gemacht, um das morsche Balsaholz gegen Sperrholz zu tauschen widmete ich mich gestern noch einem kleinen Problem. Ich wollte unsere Seewasser-Impellerpumpe, die den Kühlkreislauf des Motors bedient, überprüfen. Der Gummi-impeller sollte jedes Jahr mal überprüft werden. Meine Pumpe ist zudem auch noch eine Doppelpumpe. Das heisst sie hat zwei Impeller, zwei Kreisläufe. Der eine pumpt das Seewasser in den Kühlkreislauf, der andere dient als Bilgepumpe, die permanent pumpt solange Wasser in der Bilge ist. Damit dieser Pumpkreislauf nicht trocken läuft, denn ich habe ja nicht ewig Wasser in der Bilge, (wer will das schon) sind beide Kammern mittels kleinem Zufuhrloch mitteinander verbunden. So wird die Bilgepumpe mit Seewasser geschmiert. Nun wollte ich also beide Impeller überprüfen und gegebenenfals wechseln.

Diese Kleinigkeit entwickelte sich zum 2 Tagesprojekt. Die Pumpe ist fast unerreichbar. Ich hatte den Service schon einige Male verschoben, weil ich einfach nicht wusste wie ich die Pumpe aufschrauben sollte. Mittels Kreuzgelenkschlüssel gelang es mir dann die Schrauben zu erreichen und den Deckel zum 1. Impeller zu entfernen. Laut Beschreibung sollte sich der Impeller leicht lösen. Nicht so bei mir. Der Gummi riss beim herausnehmen und der Bronzebolzen der normalerweise am Gummi haftet war auf die Welle oxidiert. Also tropfte ich erst mal Hydraulikoel auf die Welle und machte Feierabend.

14/07/99 Ein freier Tag heute. Wir fuhren mit Ninas Mutter und Ihrem Freund Heinz ins Inselinnere zu den "7 Quellen". Das ist ein ziemlich überlaufendes Ausflugziel, doch wir hatten Spass am Picknik in den Bergen und dem Durchwaten eines 187 m langen Wassertunnels. Der Tunnel war nur etwas 1 Meter breit und komplett dunkel. Barfuss tastet man sich in der Wasserinne vor.

Wer noch mehr von Rhodos erfahren möchte kann auch unseren Bericht vom Januar 1999 lesen.

13/07/99 Nina und Nastasja fahren mit dem Bus nach Faliraki, während ich mich weiter ans Schleifen vom Deck mache. Noch zwei drittel der Fläche müssen geschliffen werden, dann kann ich mit dem Streichen beginnen. Ich habe an Bord 2 Schleifmaschinen, Stromgenerator und noch einiges Schleifpapier. Der feine Staub setzt sich überall fest. Nina ist nicht sehr begeistert, doch was soll man machen. Das Deck muss nun endlich Farbe bekommen.

Eine andere grosse Arbeit habe ich spontan fertig gestellt. Ich wechselte den Auspuff des Dieselmotors. Es war nur eine Frage der Zeit wann das total durchrostete Teil zu lecken beginnen würde. Der Unterschied zwischen der Türkei und Griechenland ist deutlich zu spüren. Vor allem bekomme ich hier sofort die Teile die ich brauche. Wenn es auch etwas teurer ist. So habe ich sofort die 2.30 m lange Röhre für den neuen Auspuff bekommen. Noch kann ich mit dem Umstand, alles zu bekommen, noch nicht richtig umgehen, aber ich fing schon an eine Liste zu machen. Das wäre in der Türkei zwecklos.

12/07/99 Knapp eine Woche lagen wir nun am Strand von Faliraki vor Anker. Es gab keine nennenswerten Ereignisse. Es bliess stetig und stark aus West und AMBERELLA tanzte im Wind vor Anker. In einer Nacht wurden wir duch einen Knall geweckt. Die Leine die die Ankerkette vom Scheuern am Bug abhielt war gerissen, durchgescheuert!

Gestern kam dann die Küstenwache und jagte uns weg. Angeblich wäre das Ankern hier verboten. Es gibt keinerlei Einträge in den Karten und auch andere Segler wussten nichts von dem Verbot. Wie auch immer setzten wir bei erneut starkem Westwind (ca Bft 6) die Sturmfock und segelten Kurs Nord, zurück nach Rhodos. Wo wir dort ankern sollten, hatten wir noch nicht überlegt, aber in die teure Marina wollten wir auf alle Fälle nicht mehr.

Bei den starken Böen machte AMBERELLA trotz kleiner Fock (ca 10 m2) gute Fahrt und wir waren schon nach ca 2 Stunde in der Nähe von Rhodos. Jetzt war der Wind wieder mal genau auf unserer Nase und wir starteten den Motor.

Wieder mal nach 10 Minuten machte unser Diesel schlapp. Nina war schon am Verzweifeln, ich selbst fluchte nur in mich hinein. Es stellte sich heraus, dass erneut nicht genügend Kraftstoff zum Diesel floss. Scheinbar war der Diesel wieder verdreckt. Doch wie kann das sein?, wo ich doch mit neuen Kanistern an der Tankstelle getankt habe. Ich wechselte einen Filter und der Motor lief wieder. Wir ankerten haarscharf an der Hafen-Mohle, wo jetzt eine neue Marina gebaut wird.

Das Ergebnis dieser kleinen Segeltour: Unsere Sturmfock wurde beim Bergen in mehrere Stücke zerissen. Das morsche Stück Segel muss unbedingt erneuert werden. Wenn ich an die Liste der dringenden Erneuerungen sehe, dann wird mir schwindlig. Geld haben wir nur noch wenig.

07/07/99 Vor Anker erledige ich einige Arbeiten an AMBERELLA, während Nastasja die Wasserrutsche geniesst. Heute war Elektronik drann. Habe die Steuerkabel der Ankerwinde gegen ein gedrehtes reisfestes Kabel getauscht. Nachdem das Kabel schon mal abriss, bin ich vorsichtiger und gehe auf nummer sicher. Dann habe ich 2 x 12 V Steckdosen montiert. In Rhodos gab es endlich die seewasserfesten Steckdosen. In der Türkei hatte ich nur die verzinkten aus den Autoläden bekommen können. Nun kann ich den Mac und die Digikamera ohne Probleme und Kabelgewirr anschliessen.

Nach etwas Schliff am Bad habe ich mich getraut es mal zu fotogragfieren. Hier ein verspätetes Bild vom Umbau.


Jetzt am Abend habe ich den uralten Echolot ausgepackt und daran rumgefummelt. Das mindestens 15 Jahre alte Teil funktioniert!! Ein japanisches Navicom. Nach der Bekanntschaft mit einem Unterwasserfelsen, bin ich froh das dieses Gerät wieder installiert ist. Es sah schon so marode aus, dass ich an seine Funktion nicht geglaubt habe.Aber nach einigem Gefummel, fing der Kreisel an zu drehen und es zeigte die korrekte Wassertiefe an, hat Tiefenalarm und ist robust. Also habe ich den Lötkolden genommen und Kabel verlegt. Ich will mir noch einen GPS hier kaufen. Kostet wieder 800 Mark, weil ich einen stationären mit externer Antenne will. Aber das muss nun endlich sein. Die Küstennavigation klappt nur in der Theorie oder in bekannten Gewässern. Die grieschischen Karten haben kaum Landmarkierungen nach denen man mit dem Kompass peilen könnte.

05/07/98 Die Nacht war wieder sehr schaukelig mit starkem Wind aus West. Heute ist Nina's Familientag und ich widme mich ausschliesslich dem Fliegen meines Lenkdrachens. Wenns schon Wind hat:)

04/07/99 Wir segelten ca 8 sm südlich an den Strand von Faliraki. Wieder ein Abenteuer. Trotz nagelneuer Karte scheinen die Griechen die Felsen nicht alle einzuzeichnen, die auf dem Grund nur darauf warten an unseren Kiel zu springen. Einen davon haben wir heute kennengelernt. Nix wie weg, wir wollten schon nach Lindos abdrehen, da machten wir einen neuen Anlauf und siehe da, als der Anker fiel sehen wir auf einem der Betonbunker das Wort PEGASOS stehen. Na bitte, wer sagt denn wir können nicht navigieren?

Jetzt sind wir etwa 8 Meilen südlich an einem riesigen Strand, wo nur so die Betonblock-Hotels aus den Felsen schiessen. Wir sind nicht gerade freiwillig hier. Es gibt schönere Ankerplätze aber Nina's Mama kommt auf Urlaub. Hotel PEGASOS, Touri-Urlaub...Da sind wir also in ihrere Nähe. Der Ankerplatz ist nicht sehr angenehm. Der Wind bläst ständig stark aus West. Es schaukelt heftig bei nacht. Gewöhnungssache!!

Eine weiterer Schaden kam zum Vorschein! In Rhodos wurden wir ziemlich ruppig von der israelischen Motoryacht angefahren, die uns am morgen die Leinen abnahm. Die Windgeneratorstützen hielten den grössten Druck ab. Sichtbare Schäden gab es keine. Aber irgendwie muss die Schelle, die die Stützstangen zum Generatormast hält höher gedrückt worden sein, so dass die Flügel des Windgenerators in die Schwelle liefen. In Rhodos konnten wir das nicht merken, denn der Wind blies dort aus einer Richtung, ohne das die Flügel die Schelle berührten, doch als wir den Hafen verliessen, hörte ich ein knattertes Geräusch. Alle 3 Flügel haben angebrochene Spitzen. Zum Glück konnte ich den Windgenerator abschalten und von weiterem Schaden bewahren. Die Liste der Problme wächst. Trotzdem liefert der Generator mit gekappten Flügeln noch gute Leistung. Bei dem Wind hier in Faliraki habe ich schon 25 Ampere gemessen! Unwuchtig scheint er nicht zu laufen.

03/07/99 Zurück im Web. Sorry, dass wir uns so lange nicht gemeldet haben. Unser Mac PowerBook war repariert worden und wir mussten darauf warten, das jemand das Teil wieder in die Türkei mitbringt. Nachdem wir mehr als 20 Briefe nicht erhalten haben, vertrauen wir der türkischen Post wenig. Jetzt ist es da, neue Tastatur, und neue Ablage und MACOS System 8.6. Da fliegt der Finger gleich schneller über das Keyboard.

Leider gab es für fast 6 Wochen kein Web Update. Im Mai flog mein PowerBook auf die Strasse, arbeitete dann normal weiter und gab erst nach 2 Wochen ganz den Geist auf. 6 Wochen ohne Web Update sind es nun schon. . Bilder gibt’s leider erst später. Die DigiCamera hat noch keinen Ladestrom an Bord.

Was gibt’s Neues?

Nastasja, Nina und ich sind jetzt mit AMBERELLA unterwegs und haben unsere erste Passage nach Griechenland geschafft. AMBERELLA ist noch weit davon entfernt als fertig bezeichnet werden zu dürfen. Aber wir mussten mal aus der Türkei raus. Nach Rhodos? Warum nicht.
Das war vielleicht ein Trip. Nastasja total seekrank, Nina besorgt und dem Aufgeben nahe, kämpften wir gegen den Wind. 40 Meilen kann man normalerweise in 7-8 Stunden schaffen. Aber bei uns ist nichts normal. Mehr als 2 Tage haben wir gebraucht. Alles war gegen uns, Vor allem der Wind und das Glück. Motorschaden, Dingi verloren, Getriebe leckt, Segel zerrissen. Viel Wind oder kein Wind. Es war von allem etwas dabei. Ohne GPS navigiert, uralte Karten verwendet.. und mehrmals im Zweifel ob wir richtig sind. Geschrien, geflucht, nach Hause an Land gewünscht...es ist schon ein hartes Seglerleben. Das wir überhaupt einen Platz in der engen und überfüllten Marina in Rhodos bekamen und wie wir mit defektem Motor in die Hafeneinfahrt fuhren, und warum uns eine Motoryacht anfuhr während wir am Dock lagen ist schon fast wieder Geschichte.
Hier der vollständige Bereicht der Passage nach Rhodos!

Während unserer Abstinenz vom Internet haben wir einiges an AMBERELLA fertig stellen können. Meine Eltern waren unterwegs und speziell mein Vater half mir bei einigen Installationen. Ich konzentrierte mich zuerst auf Segel und Rigg, damit wir bald segeln konnten. Die Solarpanel wurden installiert und liefern nun Strom führ die Kühlbox. Nina schnitt alle Teppiche zu und so wurde die "Bretterbude" AMBERELLA langsam wohnlich.

Ganz ohne Probleme sollte es aber nicht abgehen denn als wir an Bord ziehen wollten füllten wir zunächst die Tanks und erlebten eine Überraschung. 700 Liter wanderten in die Bilge. Die Tanks waren leck. Mindestens 6 Risse musste ich mit Epoxy und Glasfiber stopfen. Als ich im Oktober die Tanks zur Probe gefüllt hatten, ist mir ein Leck nicht aufgefallen, denn damals war das Boot aus dem Wasser. Die Wasserleitung war tiefer als die Schiffstanks und somit entstand nicht der Wasserdruck der nun die Risse an den Tag lieferte. Nina war wieder einmal komplett frustriert. Was funktioniert bei uns überhaupt?

Der Windgenerator bekam 2 Stützen und ist nun sehr fest installiert. Das bewies sich als am 3.7.98 eine Motoryacht beim Auslaufen unseren Heck streifte und das Gestell des Windgenerators rammte. Kein sichtbarer Schaden entstannt. Später bemerkte ich aber mit Entsetzen das eine der Schellen in die Nähe der Flügel gebogen wurde. siehe obiger Vermerk

Leider für Juni keine Updates!!!->mehr im Mai Tagebuch