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Tagebuch April 2000
25. April 2000 Ich verbrachte einen Tag mit Jim und June, von SY Canadian Sunset
in Göcek. Jim will die gleiche Ankerwinde bauen wie ich bereits letzes Jahr gebaut habe. Bei der Gelegenheit bestellte ich mir mein Windengehäuse und
Trommel aus Bronzeguss. Das ist mir stabiler als die jetzige Aluminiumfassung.
Ausserdem ist die Schotttromel zu klein und die Broncetrommel
wird etwas grösser sein. Das alte Aluminiumgehäuse gebe ich an
einen anderen Segler ab, der sich ebenfalls diese Wind bauen lassen
will. Als Gegenleistung bekomme ich einen Telesope Spinnakerbaum,
der nur etwas gekürzt und repariert werden muss..
21. April 2000 Die Zeit vergeht wie im Fluge. Am 6. Mai treffen meine Frauen
wieder ein und ich habe noch nicht viel erreichen können. Jedenfalls
nichts dass man der Ehefrau vorweisen kann, denn mit der Beschreibung
ich hätte den Startermotor zerlegt, elektrische Leitungen verlegt
und das Getriebe revidiert kann eine Frau nichts anfangen. Das
kann sie nicht sehen. Aber ich kann mit gutem Gewissen auch sagen,:"Ich
habe die Polster gewaschen und den Teppich gereinigt" naja es
wird schon. Mir sind die Zierleisten ausgegangen. Somit kann ich
nicht alle Deckenkontruktionen fertigstellen. Jedenfalls habe
ich die uralten Messinglampen auf Hochglanz polieret und wenigstens
schon einige intalliert. Das macht Eindruck.
16. April 2000 Noch ein Sonntags-Tagesausflug zu türkischen Sehenswürdigkeiten.
Wir mieteten mit 13 Personen einen Minibus und fuhren zu Tlos
einer alten Burg, noch aus Lykischer Zeit, etwa 3000 Jahre alt.
Ich machte 65 Fotos und hoffe auch bald einen Bericht hier aufzuladen,
doch momentan fehlt mir die Zeit. Am Fuss der Burg ist ein altes
römisches Bad, ein Stadion und ein Amphitheater. Später fuhren
wir noch nach Saklikent einer bekannten Quelle, wo man durch Tal
im Wasser watend wandern kann, oder in einem türkischen Restaurant
mit traditioneller Ecke in den Kissen entspannen kann.
Falls ich es noch schaffe schreibe ich übert diese Fahrt ausführlicher. (geschafft am 3.5.2000)
14. April 2000 Das Chaos im Boot wird grösser und Skipper, die Katze macht eine
noich grössere während sie mit dem Werkzeug spielt. Ich brachte
lange um einen Holzrahmen für eine Luke zu schneiden. Ich bin
eben sehr ungeschickt mit der Geerungslehre und 45° Winkel sind
bei mir immer etwas ungenau. Doch das Ergebnis passt nun endlich.
Nina und die Kinder sind nun in der Schweiz. Ich hoffe bis zu
ihrer Rückkehr in 14 Tagen kann ich ein paar Ergebnisse zeigen
Ich kaufte ein nagelneues Beiboot aus Glasfieber. Türkische Produktion.
Ich dachte ein grösseres Beiboot wäre gut bei unserem Familienzuwachs.
Doch gleich nachdem ich es zu Wasser liess merkte ich dass ich
mir gerade wieder ein Stück Arbeit aufgehalst habe. Das Beiboot
ist so unstabil und ich fürchte jedesmal zu kentern wenn ich hineinspringe.
Schon weiss ich wie ich es am Boden verändern muss, damit es stabiler
im Wasser liegt, aber das ist eben wieder ein Job auf meiner Liste.
Ich liebe schon wieder die türkische "Qualitätsarbeit", siehe
Einträge aus den Vorjahren.
12. April 2000 Heute liess ich mich überreden auf eine Wanderung nach Kayaköy
mitzukommen. Eigentlich wollte ich ja arbeiten, aber ich wollte
auch ein wenig meine Sinusitis (Stirnhöhlenentzündung) ausschwitzen.
Ich habs nicht bereut. Es war phantastatisch. 9km auf und ab in
den Bergen, vorbei an Beduinenzelten, Ziegen, Bienenhäusern, alten
Zisternen, super Ausblick auf die Küste und nahe Inseln. Wir sahen
die Imker bei der Arbeit und bemerkten auch die frühlingshafte
Vielfalt an Bergblumen. Mein Heuschnupfen liess grüssen. Kayaköy
war einst eine bedeutende Handels-Stadt, grösser als Fethiye bis
die Bewohner im Austauschvertrag mit den Türken in den 20er Jahren
des 19Jh vertrieben wurden. Sie steht nun komplett leer in Ruinen
und ist bekanntes Touristenziel. Kayaköy bedeutet Steinstadt.
Ein Teil der Strecke ging auf einer alten 2000 Jahre alten griechischen
Strasse. Die auch von uralten Zisternen gesäumt wurde. In Kayaköy
waren wir dann in einem Mandalrestaurant (Grill Restaurant) und
haben Lamm-schachlik und Köfte geschlemmt.
Mit dabei waren Jim und June, von der SY Canadian Sunset, Georg
von SY Isenisca und Herbert, sowie Helma Zimmerer, die Leadsängerin
der weltweit bekannten bayrischen Rockband "The Pinklers". Spezielle Grüsse hier per Internet an ihren Bruder Albert, der
die wahnwitzigen Texte der Band verfasst.
Ein paar Impressionen;
Auf dem Bild die alte Zisterne, eine der zahlreichen Schildkröten
die wir unterwegs sahen, die alte griechisch-römische Strasse
und Helma Zimmerer, Leadsängerin der "Pinklers"und Freund Herbert
aus dem lauschigen Bayern;).

8. April 2000 Die Webseite ist auch endlich fertig. Das Hotel The Boathouse ist nun online, die Webseite habe ich in 3 Tagen erstellen können,
doch 2 weitere Tage gingen für Feinarbeiten und Registrierungen
drauf. Ein kleines Taschengeld habe ich jedenfalls dabei verdienen
koennen.
7. April 2000 Toll, ich liege nun mit Stirnhöhlenentzündung teilweise flach.
Ich hoffe ich komme bald aus diesem Strudel raus. Nun schlucke
ich Antibiotika.
3. April 2000 Technische Details:Nun habe ich wieder 3 Tage verbraucht um meinen Startermotor
wieder fit zu bekommen. Aus dem Segeln in die Buchten ist dadurch
nicht geworden. Der Starter blieb manchmal hängen und ich wollte
das Relais wechseln. Der Motor war sicher nie in den letzten Jahren
gereinigt wurden und ich nahm mir Zeit alles peinlichst wieder
sauber zu machen. Doch den neuen Magnetschalter den ich dann einbaute
musste ich wieder zurückgeben, weil der Schaltweg fürs Starterritzel
um 5mm verkürzt wurde und mein Starter gar nicht mehr einsprang.
Lange Zeit habe ich gebraucht um Herauszufinden warum bei meiner
Schaltung der Lichtmaschine die Ladekontrolleuchte entweder nicht
an oder nie aus geht.
Der Ampermeter hat immer korrekt angezeigt doch später hat der
Regler gesponnen und nie geregelt.
Nun habe ich folgendes gemacht.
Wenn ich das Batteriepacket umschalte (Haushalt oder Starter)
werden auch die Messinstrumente am Motor (Oeldruck Drehzahl etc
) von der jeweilig geschalteten Batterie gespeist. Es wird nur
immer der Plus geschaltet der auch am Panel eingesetzt ist) dadurch
wird der Erregerstrom je nach Batterie richtig gemessen und der
Regler regelt nun korrekt. Vorher war das nicht der Fall, ausserdem
habe ich noch beim Umschalten der Batterien während der Generator
läuft die Dioden verheizt. Nun habe ich jedoch den Batterieumschalter
ausgetauscht gegen einen der die Batteriekontakte überlappt, somit
wird die Lichtmschine nie von den Batterien getrennt, sondern
beim Umschalten erst auf beide und dann auch die andere geschalten.
Mir sind trotzdem 3 mal die Dioden durchgeknallt (und ich habe
nun Übung im Löten:), weil der Eregerstrom nicht richtig geschalten
war, Mein Setup funktionierte auch (kurzzeitig) ohne Ladekontrollampe.
Jetzt wo das Alles wunderbar funktioniert habe ich nur ein kleines
Problem, und zwar liegt ja am Zuendschluess auch Positiv für die
Glühkerzen und das Startermotor Magnetschalter (Steuerstrom) an.
Der Ampermeter zeigt -35 A an wenn ich vorglühe, doch wenn ich
durchstarte gehen mehr als 50 A (schlägt voll aus) über die Schalttafel.
Als der Motor warm war habe ich mal die Glühkerzen abgeklemmt
und gemessen wieviel der Steuerstrom für das Starterrelay ist.
Es ist 50 A!!! Das ist Mist, denn wenn ich nun den Motor egal
mit welcher Batterie starte, und bei dieser Schaltordnung der
Steuerstrom über das Schaltpanel für die Haushaltverbraucher läuft
dann fällt die Spannung in der kurzen Zeit so stark ab, dass zum
Bsp Verbraucher wie Licht und GPS beim Starten des Motors kurzzeitig
ausfallen, weil ja der mein Lastabwurf vom Solarregler das so
steuert. Dieser lastabwurf wirft über ein weiteres Relais alle
Verbraucher raus, sobald die Batterie unter 11.9 V geht und das
ist beim Vorglühen kurzfristig der Fall.
Man kann sich das so vorstellen, das wie bei alten Autos das Radio
ausgeht wenn man den Motor startet. Nun musste ich alo ein weiteres
kabel ans Zuendschloss klemmen, das per Druckschalter geschalten
wird, um den Vorglühstrom abzulenken. Naja, das klingt nun wirklich
alles ziemlich kompliziert und sollte wohl auf eine andere Webseite.
2. April 2000 Die Webseite fürs Hotel entwickelt sich schleppend, Ich muss alles
von "Hand" einprogrammieren, weil mein HTML editor ausgestiegen
ist. Erst Nina wird eine neue CD mitbringen.
Skipper unsere Bordkatze macht momentan nur Aerger. Seit 3 Tagen
hat sie nicht in ihre Toilette gemacht. Ich habe das ganze Schiff
durchsucht, sogar im Ankerkasten und nicht gefunden wo sie nun
"hinscheisst" obwohl die Toilette tiptop sauber war, denn seit
wir vor Anker liegen hat sie noch 2 mal dorthin gepinkelt doch
nun wars eben nicht mehr der Fall. Ich machte mir Sorgen ob sie
Verstopfung hätte, bis ich heute auf den Segelsäcken einen Riesenhaufen
sah. Ich war stinksauer und verbannte Skipper in den Dinghi, wo
sie lange miaute bis der Wind das Dinghi nahe genug an AMBERELLA
herantrieb und sie wieder an Bord sprang.
Ich bin besonders sauer auf Skipper, weil es ja immer heisst das
Katzen nur auf saubere Toiletten gehen würden, aber Skipper setzt
sich eben zu gerne auf die Mulde im Segelsack und scheisst da
auch noch ein drittes mal drauf obwohl es total dreckig ist. Zum
Glück hatte ich die Segelsäcke wegen dem letzen Regen mit der
Kunststoffplane abgedeckt, somit konnte ich das leicht reinigen.
Dann hat Skipper am Nachmittag nochmals auf die frisch gewaschene
Plane gepinkelt. Da bin ich echt sauer gewesen und habe sie nochmals
in den Dinghi verbannt. Diesmal war es windig und das Dinghi trieb
weit weg vom Schiff an der Leine.
Plötzlich war Skipper verschwunden und ich hörte nur noch ein
fernes miauzen. Da sah ich wie Skipper um die AMBERELLA schwimmt,
bis zur Ankerkette. Sie muss freiwillig ins Wasser gesprungen
sein. Als sie mich sah drehte sie um und schwamm eine volle Rumpflänge
zurück zum Heck. Ich habe wie verrückt nach dem Netz gesucht um
sie einzufangen aber als ich das Netz fand war Skipper schon an
Bord, denn sie hat sich an den dicken Fender am Heck hochgezogen.
Schwimmtauglich, sag ich mal. Superleistung, Freistilschwimmerkatze-
naja ich habe sie dann erst mal gründlich mit Frischwasser abgespült
was sie sich erstaunlicherweise gefallen lies und dann ordentlich
abgetrocknet.
Ich bin ja gespannt was mich da noch erwartet. Nun habe ich ein
Stück der Plane wo sie gerne drauf pinkelt in ihre Toilette gelegt.
Hoffentlich schnallt sie es denn sonst geht sie morgen nochmals
unfreiwillig schwimmen.
1. April 2000 Momentan habe ich schweren Heuschnupfen, Das Deck ist gelb voller
Pollen und Blütenstaub. Morgens ist das Wasser ganz gelb. Ich
muss niessen und abends oft schwer husten. Bea von SY Constellation,
will mal in ihre Hexenbücher schauen ob sie ein Mittel weiss,
denn seit Tagen trinke ich ca 4 Liter Tee und noch 2 Liter Wasser
pro Tag aber es hilft nicht.
Die Tabletten die ich nehme machen müde und heute bin ich total
fertig um 1300 eingeschlafen und erst um 1700 wieder aufgewacht.
Gestern waren 28 Grad im Schatten. der erste richtig warme Sommertag.
Ich war wie geledert total verschwitzt im Boot gelegen und habe
wie gesagt fast den ganzen Sonntag verpennt.
Herbert und Bea waren gerade bei mir, Ich habe Linsensuppe gekocht,
zum ersten Mal, war echt fein. mit Speck und allem pi pa po.
Dann haben wir Gittarre gespielt.
Morgen mache ich die Webseite fürs Hotel.
Georg ist losgesegelt, mit seinen Freunden. Ich wollte auch mit
der AMBERELLA hinterher aber verschiebe das wegen der Arbeit auf
nächste Woche, dann nehme ich material zum Arbeiten mit und arbeite
im Grünen. Jetzt blüht eben alles schön hier (wenn der Heuschnupfen
nicht waere)
Es ist sehr ruhig in den Buchten und man kann richtig ausspannen,
hätte man keine Arbeit:)
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