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Tagebuch März 2000

28. März 2000 Zurück in der langsamen Welt des Internet. Ich brauchte 2 Stunden um hier in Fethiye mittels Modem meine Seiten zu erneuern. Es wird eine Weile dauern bis ich wieder Bilder aufspielen kann.

Nina und die Kinder kamen sicher in Berlin an. Es ist nun sehr ruhig auf dem Schiff. Daran muss ich mich erst gewoehnen.In den letzten Tagen habe ich nach einer Lösung für meine Lichtmaschine gesucht. Noch immer machte ich einen Fehler im Schaltkreis des Reglers und er regelte entweder gar nicht oder zu viel. Ausserdem verbrannten mir 3 mal die reglerdioden, die ich wieder augloeten musste. Nun habe ich die Lösung gefunden. Ausserdem habe ich zum Schutz der Dioden einen anderen Batterieumschalter eingebaut, der die Batterien nie von der Lichtmaschine trennt, während ich umschalte. Nachdem das nun wunderbar funktioniert. suche ich nach einem weiteren Problem an meiner Elektrik. Das Relais des Startermotor zieht ungewöhnlich viel Strom im Schaltkreis. Morgen wird die ganze Sache komplett ausgebaut, und wenn ich schoin mal dabei bin reinige ich auch den Startermotor.

Des Weiteren habe ich eine Persenning für das Grosssegel in Auftrag gegeben. Sie wird aus Sunbrella gefertigt und soll wasserdicht sein.

26. März 2000 Ein paar Impressionen der letzten Überfahrt.

22. März 2000 Der Heimflug für Nina und die Kinder ist gebucht. Das günstigste Angebot war ein Flug von Dalaman, Türkei nach Berlin. Nastasja und Selinas Grosseltern warten mit Spannung auf ihre Enkel.

Wir nutzen gestern die Schönwetterphase zwischen zwei Fronten und segelten die 45 sm nach Fethiye, Türkei. Der Abschied von Rhodos fiel und leichter als gewohnt, denn nach 5 Monaten festsitzen in der Marina, war es Zeit wieder Segel zu setzen. Die Überfahrt war ohne Vorkommnisse. Es war schwach windig aus Nordwest-Nord zwischen anfangs 0-2 Beaufort und später 3, maximal 4. Trotz der laün Brise segelten wir fast die gesamte Strecke in 14 Stunden. Am späteren Nachmittag zog etwas Bewolkung auf, aber die Front zog weiter nördlich ab. Das Verlassen von Mandraki brachte noch eine Überraschung. Ich zog 3! Anker mit meiner Winde auf und Nina und ich brauchten eine volle Stunde um aus dem Gewirr an Ketten freizukommen. Die Vollmondnacht führte uns sicher in die bekannte Fethiyebucht.

Heute ist Ninas 26. Geburtstag. Wir werden bei unseren türkischen Freunden, Yardan, Ginca und Siwa (Nastasjas Spielfreundin) ein wenig feiern.

In Abwesenheit der Familie werde ich mich entgültig den letzten Aufgaben an AMBERELLA widmen. Weitere Aufgaben kommen hinzu. Ich werde mit Sicherheit für ca 4 Wochen in Fethiye beschäftigt sein.

17. März 2000 Die Griechen die wir zu unseren Freunden zählen sind sehr sympatisch. Gestern waren wir auf einem Kindergeburtstag der Familie Manoli eingeladen. Für Nina und mich war es wie Fernsehen schaün. Wir sahen eine komplette griechische Family beim Fest. Nastasja hatte ein dutzend Kinder um sich und Selina wurde natürlich von allen bestaunt

13. März 2000 Anstatt um die Insel zu segeln, stiessen wir heute in See und segelten nach Marmaris, Türkei. Für 3 Stunden gingen wir shoppen in Asien und segelten wieder am nachmittag zurück.

12. März 2000 Karneval in Rhodos. Tausende Leute feiern in der Altstadt. Wir gingen zum Hauptplatz und sahen alle möglichen Verkleidungen, genossen das ganze Geschehen von der Terasse eines Restaurants aus. Nastasja war als Prinzessin verkleidet

Zusammen mit Georg hatte ich ein Erlebnis bei den Hafenbehörden. Beide fahren wir eine deutsche Flagge und mussten trotzdem ein Transitlog ausfüllen. Griechenland ist seit mehr als 5 Jahren in der EU, ein Transit Log ist illegal. Wir wurden jedoch dezent darauf hingewiesen, dass die "Kosten" für das Transitlog allemale günstiger wären, als eine Durchsuchung des Schiffes. Die Behörden scheinen die Regeln je nach Laune zu machen, denn ein englischer Segelfreund brauchte überhaupt keine Transitformalitäten ausfüllen, obwohl er ebenso aus der Türkei einreiste.

Also gingen wir um Ärger zu vermeiden, dort vorbei um zu fragen, ob es nötig wäre auszuklarieren, wenn wir nur um die Insel segeln wollten. Es hiess ja. Georg musste eine Crewlist abgeben. Doch damit nicht genug. Die Liste gefiel dem Diensthabenden nicht und er sollte es alles 3fach nochmals aufschreiben. Danach kam ein anderer Offizier, der diese neü Liste nicht annahm, ein Formular hervorlegte und diese ebenso 3 fach ausfüllen lies. dabei fragte er mindestens 6 mal nach der Flagge des Schiffes und erwähnte "Adolf Hitler", Georg fragte noch ob er denn vor 1945 geboren wäre, was er verneinte und Georg antwortete" Ich ebenso" Unser Fazit. Grieschische Behörden mögen keine Deutsche.

10. März 2000 Noch immer habe ich Probleme mit dem Laden meiner Webseiten , momentan erstelle ich die Seiten auf Simpletext, einem Texteditor und sende die Seiten an meinen Bruder per e-mail, der sie dann auf den Server legt.

Jetzt haben Georg und ich mal richtig rangeklotzt und die 2 andern Schiffe sehen nun fast besser aus. Ich glaube an meinem eigenen Schiff habe ich noch nicht so schnell gearbeitet. Das Stahlschiff erscheint in neüm Lackglanz und Matthias, der Besitzer denkt schon laut darüber nach, es doch nicht zu verkaufen. An dem zweiten Schiff, ein in Kanada gebautes formverleimtes Holzschiff das mein zweiter bezahlter Arbeitsauftrag ist, arbeiten wir seit 4 Tagen. Es macht echt mehr Spass auf Holz zu schleifen , als auf Stahl. Warum weiss ich nicht.

Doch auf der AMBERELLA liegt alles brach. Jetzt haben wir die typische Situation. Ehemann geht arbeiten , hat keine Zeit mehr fürs eigene Haus/Schiff, Frau nörgelt und es gibt Streit. Naja, mit Nina hatte ich ich letzer Zeit oft Streit, was die AMBERELLA angeht. Gestern haben wir uns wieder richtig zusammengerauft.

Aber trotzdem konnte ich noch etwas Zeit herausqütschen und begann den Mastfuss der AMBERELLA zu erneürn.

Seit Neüsten ist unsere Webseite in Trans-Ocean gelistet. Seit letztem Jahr sind wir dort Mitglied

3. März 2000 Wir hatten für eine Woche Besuch von Corinne, Nina's Freundin aus der Schweiz. Für 3 Tage war das Wetter schön und die Frauen und Kinder erkundeten den Süden der Insel.

Ich arbeitete inzwischen weiter am fremden Schiff und ein wenig auch am Eigenen. Langsam bekomme ich Panik, wenn ich an die Zeit denke die ich noch brauche alle Projekte vor dem Lossegeln fertigzustellen. Nina, möchte mit den Kindern nach Deutschland fliegen. Bevor sie das macht, müssten wir in die Türkei segeln, denn weitere 3 Wochen in der Rhodos Marina will ich wirklich nicht bezahlen. So arbeite ich am Feierabend auch noch ein wenig.

Der März ist oft der schlechteste Monat hier im Süden, denn es ist bisher am kältesten und regnerischsten dieses gesamtem Winters.

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