Nina und die Kinder kamen sicher in Berlin an. Es ist nun sehr
ruhig auf dem Schiff. Daran muss ich mich erst gewoehnen.In den
letzten Tagen habe ich nach einer Lösung für meine Lichtmaschine
gesucht. Noch immer machte ich einen Fehler im Schaltkreis des
Reglers und er regelte entweder gar nicht oder zu viel. Ausserdem
verbrannten mir 3 mal die reglerdioden, die ich wieder augloeten
musste. Nun habe ich die Lösung gefunden. Ausserdem habe ich zum
Schutz der Dioden einen anderen Batterieumschalter eingebaut,
der die Batterien nie von der Lichtmaschine trennt, während ich
umschalte. Nachdem das nun wunderbar funktioniert. suche ich nach
einem weiteren Problem an meiner Elektrik. Das Relais des Startermotor
zieht ungewöhnlich viel Strom im Schaltkreis. Morgen wird die
ganze Sache komplett ausgebaut, und wenn ich schoin mal dabei
bin reinige ich auch den Startermotor.
Des Weiteren habe ich eine Persenning für das Grosssegel in Auftrag
gegeben. Sie wird aus Sunbrella gefertigt und soll wasserdicht
sein.
26. März 2000 Ein
paar Impressionen der letzten Überfahrt.

22. März 2000 Der
Heimflug für Nina und die Kinder ist gebucht. Das günstigste
Angebot war ein Flug von Dalaman, Türkei nach Berlin. Nastasja
und Selinas Grosseltern warten mit Spannung auf ihre Enkel.
Wir nutzen gestern die Schönwetterphase
zwischen zwei Fronten und segelten die 45 sm nach Fethiye, Türkei.
Der Abschied von Rhodos fiel und leichter als gewohnt, denn nach
5 Monaten festsitzen in der Marina, war es Zeit wieder Segel zu
setzen. Die Überfahrt war ohne Vorkommnisse. Es war schwach
windig aus Nordwest-Nord zwischen anfangs 0-2 Beaufort und später
3, maximal 4. Trotz der laün Brise segelten wir fast die
gesamte Strecke in 14 Stunden. Am späteren Nachmittag zog
etwas Bewolkung auf, aber die Front zog weiter nördlich ab.
Das Verlassen von Mandraki brachte noch eine Überraschung.
Ich zog 3! Anker mit meiner Winde auf und Nina und ich brauchten
eine volle Stunde um aus dem Gewirr an Ketten freizukommen. Die
Vollmondnacht führte uns sicher in die bekannte Fethiyebucht.
Heute ist Ninas 26. Geburtstag. Wir werden
bei unseren türkischen Freunden, Yardan, Ginca und Siwa (Nastasjas
Spielfreundin) ein wenig feiern.
In Abwesenheit der Familie werde ich mich
entgültig den letzten Aufgaben an AMBERELLA widmen. Weitere
Aufgaben kommen hinzu. Ich werde mit Sicherheit für ca 4
Wochen in Fethiye beschäftigt sein.
17. März 2000 Die
Griechen die wir zu unseren Freunden zählen sind sehr sympatisch.
Gestern waren wir auf einem Kindergeburtstag der Familie Manoli
eingeladen. Für Nina und mich war es wie Fernsehen schaün.
Wir sahen eine komplette griechische Family beim Fest. Nastasja
hatte ein dutzend Kinder um sich und Selina wurde natürlich
von allen bestaunt
13. März 2000 Anstatt
um die Insel zu segeln, stiessen wir heute in See und segelten
nach Marmaris, Türkei. Für 3 Stunden gingen wir shoppen
in Asien und segelten wieder am nachmittag zurück.
12. März 2000 Karneval
in Rhodos. Tausende Leute feiern in der Altstadt. Wir gingen zum
Hauptplatz und sahen alle möglichen Verkleidungen, genossen
das ganze Geschehen von der Terasse eines Restaurants aus. Nastasja
war als Prinzessin verkleidet
Zusammen mit Georg hatte ich ein Erlebnis
bei den Hafenbehörden. Beide fahren wir eine deutsche Flagge
und mussten trotzdem ein Transitlog ausfüllen. Griechenland
ist seit mehr als 5 Jahren in der EU, ein Transit Log ist illegal.
Wir wurden jedoch dezent darauf hingewiesen, dass die "Kosten"
für das Transitlog allemale günstiger wären, als
eine Durchsuchung des Schiffes. Die Behörden scheinen die
Regeln je nach Laune zu machen, denn ein englischer Segelfreund
brauchte überhaupt keine Transitformalitäten ausfüllen,
obwohl er ebenso aus der Türkei einreiste.
Also gingen wir um Ärger zu vermeiden,
dort vorbei um zu fragen, ob es nötig wäre auszuklarieren,
wenn wir nur um die Insel segeln wollten. Es hiess ja. Georg musste
eine Crewlist abgeben. Doch damit nicht genug. Die Liste gefiel
dem Diensthabenden nicht und er sollte es alles 3fach nochmals
aufschreiben. Danach kam ein anderer Offizier, der diese neü
Liste nicht annahm, ein Formular hervorlegte und diese ebenso
3 fach ausfüllen lies. dabei fragte er mindestens 6 mal nach
der Flagge des Schiffes und erwähnte "Adolf Hitler",
Georg fragte noch ob er denn vor 1945 geboren wäre, was er
verneinte und Georg antwortete" Ich ebenso" Unser Fazit.
Grieschische Behörden mögen keine Deutsche.
10. März 2000
Noch immer habe ich Probleme mit
dem Laden meiner Webseiten , momentan erstelle ich die Seiten
auf Simpletext, einem Texteditor und sende die Seiten an meinen
Bruder per e-mail, der sie dann auf den Server legt.
Jetzt haben Georg und ich mal richtig rangeklotzt
und die 2 andern Schiffe sehen nun fast besser aus. Ich glaube
an meinem eigenen Schiff habe ich noch nicht so schnell gearbeitet.
Das Stahlschiff erscheint in neüm Lackglanz und Matthias,
der Besitzer denkt schon laut darüber nach, es doch nicht
zu verkaufen. An dem zweiten Schiff, ein in Kanada gebautes formverleimtes
Holzschiff das mein zweiter bezahlter Arbeitsauftrag ist, arbeiten
wir seit 4 Tagen. Es macht echt mehr Spass auf Holz zu schleifen
, als auf Stahl. Warum weiss ich nicht.
Doch auf der AMBERELLA liegt alles brach.
Jetzt haben wir die typische Situation. Ehemann geht arbeiten
, hat keine Zeit mehr fürs eigene Haus/Schiff, Frau nörgelt
und es gibt Streit. Naja, mit Nina hatte ich ich letzer Zeit oft
Streit, was die AMBERELLA angeht. Gestern haben wir uns wieder
richtig zusammengerauft.
Aber trotzdem konnte ich noch etwas Zeit
herausqütschen und begann den Mastfuss der AMBERELLA zu erneürn.
Seit Neüsten ist unsere Webseite in
Trans-Ocean gelistet.
Seit letztem Jahr sind wir dort Mitglied
3. März 2000 Wir
hatten für eine Woche Besuch von Corinne, Nina's Freundin
aus der Schweiz. Für 3 Tage war das Wetter schön und
die Frauen und Kinder erkundeten den Süden der Insel.
Ich arbeitete inzwischen weiter am fremden
Schiff und ein wenig auch am Eigenen. Langsam bekomme ich Panik,
wenn ich an die Zeit denke die ich noch brauche alle Projekte
vor dem Lossegeln fertigzustellen. Nina, möchte mit den Kindern
nach Deutschland fliegen. Bevor sie das macht, müssten wir
in die Türkei segeln, denn weitere 3 Wochen in der Rhodos
Marina will ich wirklich nicht bezahlen. So arbeite ich am Feierabend
auch noch ein wenig.
Der März ist oft der schlechteste
Monat hier im Süden, denn es ist bisher am kältesten
und regnerischsten dieses gesamtem Winters.
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