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Tagebuch Februar 2000

28. Februar 2000 Ich habe Probleme meine Webseite auf den Server zu laden. Mein FTP Programm gibt immer Fehlermeldungen. Lange Zeit hatte ich Probleme mit meinem PowerBook. Es lud den Akku nicht und ich musste es mehrmals auseinanderbauen. Später löschte ich die komplette Systemsoftware und formatierte die Festplatte. Nun funktioniert zwar die Hardware, aber einige Software ist immer noch nicht richtig eingestellt. Die Webseite schreibe ich nun traditionel auf einem simplen Texteditor, weil mein WebdesignProgramm Cyberstudio noch nicht installiert ist. Ich warte auf eine neue Version bzw eine andere Software zB DreamWaver.

Die Arbeit an dem Stahlschiff geht auch schleppend voran, weil das Wetter einfach nicht mitspielt. Es goss 3 Tage wie aus Kannen und nach 2 Tagen Schleifen und Spachteln, regnet es nun wieder.

26. Februar 2000 Nachdem ich einen weitern Job organisieren konnte, habe ich meinen alten Seglerfreund Georg mit der SY Isenisca aus Fethiye , Türkei gerufen. Gemeinsam bearbeiten wir nun das Stahlschiff, um uns später einem weiteren Schiff zu widmen. Dadurch liegt die Arbeit am eigenen Schiff brach. Doch mit dem verdienten Lohn kann ich die Wintermarina bezahlen und noch etwas für den Früling sparen.

Georg haben wir nun schon seit Monaten nicht mehr gesehen und es gibt viel zu erzählen. Nina und ich wollen ihn dazu überreden dieses Jahr mit in die Karibik zu kommen. Er schwört auf Madagaskar und das rote Meer und will schon seit 2 Jahren dorthin, wurde immer wieder davon abgehalten. Vor 3 Jahren war er im Roten Meer und musste aufgrund schweren Wetters umkehren. Damals war er zu spät gestartet.

Für uns ist auch wichtig dieses Jahr auf grosse Fahrt zu gehen. Sonst ist es zu spät, um in unserem geplanten Zeitrahmen eine lange Reise zu machen. Nastasja muss schliesslich in 3 Jahren zur Schule. Wenn auch nicht die Schule, das erste Jahr so wichtig ist, so geht es doch eher um die sozialen Bindungen die man ab dem Schulalter als Kind eingeht. Somit haben wir uns noch einen maximalen Zeitrahmen von 3 Jahren gesteckt.

16. Februar 2000 Das Wetter hält mich momentan vom Arbeiten ab. Es regnet und stürmt. Ich habe an einem anderen Schiff Arbeit bekommen. Es ist ein Stahlboot. Schon 2 Tage nach dem ich mit der Flex, schliff und scheuerte, weiss ich dass ein Stahlboot nichts für mich wäre. Wenn jemand konstant mit dem Oxidationsprozess Schritt halten kann ist Stahl sicher das sicherste Baumaterial, doch ich mag es trotzdem nicht. Das Stahlschiff wurde erst vor 6 Monaten komplett überholt und muss nun wieder neu grundiert werden.

12. Februar 2000 Das Rig ist wieder montiert und ich widmete mich einigen Aufgaben im Innenausbau. Zwar gibt es noch zahlreiche kleine Jobs am Rig und auch will ich einen neuen Mastfuss konstruieren, aber jetzt muss ich wieder mal Nina zufrieden stellen. Der Himmel muss fertig gestellt werden. Alle Sperrholzplatten sind nach Mass gesägt und mit einem Holzschutzmittel behandelt. Jetzt befestige ich weisses Kunstleder mit einem Tacker. In einem meiner Bücher wird beschrieben, wie man das Leder fachgerecht aufklebt, aber das ist ein Höllenjob. Das Anbringen mittels Nirotacker hat den Vorteil das man es wieder abnehmen kann, (und ich musste das schon machen) und das Holz anpassen, später alles zurück befestigen. Ich habe das gleiche System auf einer Swan 65 gesehen, dort waren die Tacker nur galvanisierter Stahl und rosteten teilweise nach 25 jahren durch. Die Optik ist trotzdem die selbe. Auch meine Nachbarn, die Canadier Jim und June mit ihrer Yacht "Canadian Sunset" arbeiten momentan am gleichen Projekt und haben nach einigen Klebeversuchen die Tacker-methode angewendet. Die beiden sind ohnehin die ersten Segler die ich treffe, die auf die gleiche weise ihr Boot ausbauten. Jim liess Candian Sunset vom Stapel laufen, nachdem sie 20% fertig gestellt wurde und segelte mit einem komplett leeren Boot zu den Bahamas. Dort ankerte er 5 Jahre mit June, seiner Frau, in den schönen Buchten und baute an seinem Boot. Ganz meine Vorstellung vom Bootsbau:)

8. Februar 2000 Ich zähle schon nicht mehr wie oft ich in letzter Zeit den Mast hochklettere. Es sind sicher mehr als 20 Mal. Ich habe die Topwanten komplett ausgewechselt, die neuen oberen Salinge eingesetzt und das Vortstag sollte morgen fertig sein. Mit dem noch guten Draht des Vorstags und der Topwanten mache ich nun Unterwanten. Die waren das eigentliche Problem. Auf diese Weise habe ich bis auf die Backstagen alle Wanten ausgewechselt und neue Kautschen gepresst. Die Backstagen sehen noch okay aus, ausserdem sind derer zwei vorhanden, somit laufe ich kaum Gefahr gleich zwei Wanten zugleich zu brechen.

Mit Andy von der SY Maveria, haben wir am Sonntag versucht den alten 7 x 7er Draht zu spleissen. Das misslang kläglich. Ohne Spezialwerkzeug und Spezialschraubstock ist das nichts zu machen. Zwar kann man einigermassen spleissen, aber die Kautschen kann man ohne mechanische Hilfen nicht fest in die Wanten drücken.

So habe ich mich für die Nicopressmethode entschieden. Eine Bronce-Hülse wird über den Wantendraht geschoben, eine Schlaufe gelegt, eine Kautsch eingesetzt und dann mittels Hydraulik mit bis zu 20 Tonnen angedrückt. Da ich gleich 2 Hülsen verwendet habe bin ich mir sicher das diese nicht brechen werden.

5. Februar 2000 Gestern konnte ich einen Segler, einen Franzosen davon abgehalten ein Kurzwellen Radio in die Tonne zu werfen und nach 2 Stunden basteln hatte ich es wieder in Gang. Cool. es empfängt teilweise besser als mein eigenes SSB Radio und nun kann ich Sende und Empfangfrequenzen gleichzeitig hören.

(Viele Funker senden auf Freuquenz A und empfangen auf Frequenz B. Bisher konnte ich immer nur einen der Teilnehmer hören.) Technisch gehen mir die Dinge zur Zeit auch sehr gut von Hand. Mein Macintosh PowerBook habe ich bereits einmal repariert und das wird nochmals fällig, weil die Lötstellen unter Stress erneut aufgingen.

Bei uns ist Starkwind heute angesagt. 9-10 Windstärken!

3. Februar 2000 Die Arbeiten an den unteren Salingen sind abgeschlossen. Die Salinge, aus Peach Pine Holz sitzen fest an. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Momentan bringen ich ohnehin ein Menge Projekte zum Erfolg. Das macht Mut zu mehr. Das Vernieten erwiess sich nach etwas Übung mit der grossen Nietzange gar nicht so schwer.

Die oberen Salinge habe ich bereits abgenommen. Eigentlich sind diese noch in Ordnung, aber wenn ich schon mal dabei bin werde ich wegen der Optik dort ebenfalls neue Salinge anbringen.

Bei der Kontrolle aller Wanten habe ich festgestellt, dass die Topwanten in Ordnung sind. Der Vorteil der gespleissten Wanten ist, dass man sie komplett begutachten kann. Mit einer Lupe und etwas gefärbten Oel kann man Harrrisse feststellen.

Gewechselt werden müssen jedoch die Mittleren- und die Unter-Wanten. Dort sind Kardellen angebrochen oder die Kautch verbogen. Ich werde somit wie geplant die Topwanten neu machen, und den frei gewordenen Draht für die Unterwanten benutzen.

Das Vorstag sieht noch sehr gut aus und ist mit 12 mm ohnehin überdimensioniert. Die obere Kautsch ist jedoch angeknickt. Eventuell muss ich da eine neue Kautsch spleissen. Die Kautchen sind das Hauptproblem. Man müsste die neuen Kautschen irgentwie verstärken. Ich weiss auch schon wie. In einem Buch habe ich gesehen, dass man in die Kautschen Verstärkungen einschweisst, die dann das Knicken verhintern, die Last auf die Kautsch verteilen.

Arbeiten am Mast

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