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Ossie meets Aussie...

ein Reisebericht über

Australien 1995/96

Sydney
Blue Mountains
Surfers Paradise
National Parks
durch die Wüste
Ayers Rock - Uluru
Opale in Coober Peedy
Melbourne und das Goldland
Perth und Westaustralien
Wahrscheinlich ist Australien desshalb ein beliebtes Reiseziel der Deutschen, weil man hier mehr als 15000 km weit vom Alltagsstreß und Hektik entfernt ist.

Mit Australien verband sich bei mir schon immer der Gedanke von unendlichen Weiten, dem Farmleben, einer fantastischen Wildnis und Zeit. Als eines der größten Länder der Erde, mit einer der geringsten Bevölkerungsdichten scheint es der ideale Zufluchtsort zu sein. Zeit sollte man sich dann auch nehmen, um den roten Kontinent näher kennenzulernen. Aufgrund der Entfernung ist es weniger lohnend, mal schnell zum Badeurlaub ans Grand Barrier Reef zu jetten. Nein Australien ist etwas für Abenteurer.

Bei den ersten Kälteeinbrüchen des schweizer Winters flog ich nach London um meine letzten Vorbereitungen für den Abflug nach Sydney zu treffen. Vier Monate wollte ich "Down Under" verbringen und mittels Auto den Kontinent durchqueren. 20000 km Australien pur...

Sydney vermittelte mir dann schon den ersten Eindruck, die Ruhe und Gelassenheit der "Aussies" den Tag anzugehen. Bis 9 Uhr am Vormittag scheint sich hier nichts zu bewegen. Die Stadt schläft und man hat überhaupt nicht das Gefühl, sich in der größten Metropole Australiens zu befinden. So blieb mir dann auch nichts anderes übrig, als mich dem "Tempo" anzupassen.

Für Stadturlauber gibt es hier vom Shopping, über Jagd nach Kultur bis zum faulen Liegen am Bondi Beach, einem im wahrsten Sinne des Wortes Traumstrand, jedes Betätigungsfeld. Die schöne Hafenbucht mit seinem Wahrzeichen der Sydney Opera, das eigentümlich architektonische Bauwerk , Chinatown mit seinen verschiedenen kulinarischen Verführungen und seinen historischen Bauwerken bietet die Stadt genug, um einige Wochen hier zu verbringen.

Für mich war das natürlich nichts, denn seit ich über das Outback, das Hinterland, so viel gelesen hatte, wollte ich es auch gleich sehen und erleben. Die Stadt bot für mich nur die Gelegenheit, preiswert zu einem Gebraucht-wagen zu gelangen und meine Reise weiter vorzubereiten. Nach wenigen Tagen hatte ich mich zu einem GM Stationwagon entschlossen. Dieser "Oldtimer" sollte nun auf Grund seines Platzangebotes hin und wieder mein Schlafort in der Wildnis sein.

Ich bin zwar allein nach Australien gekommen, hatte aber in keiner Weise vor, den Einzelgänger zu spielen und war auf der Suche nach Reisekameraden. Dies ist in Sydney, als Ausgangspunkt tausender Backpacker, den Rucksackreisenden, überhaupt keine Schwierigkeit. Zwei Dutzend kleiner Jugendhotels bieten preiswerte Unterkünfte (ca. 90 DM pro Woche!) und eine gute Gelegenheit, nach Gleichgesinnten zu suchen.

Nach kurzem Kennenlernen ging es dann auch schon los. Das erste Ziel waren die Blue Mountains, das 150 km entfernte Ausflugsziel der Städter, das seinen Namen "Blaue Berge" von seinem dichten Eucalyptusbaumwald erhielt, deren ausströmende Düfte die Landschaft blau erscheinen lassen. Hier gibt es für die Wandervögel unter uns tagelange Spazierrouten mit atemberaubenden Ausblicken, Wasserfällen und seltener Tier- und Pflanzenwelt. Meine norwegische Begleiterin und ich sind dann auch gleich mit dem Sonnenaufgang in die Berge gegangen, einerseits um mit der Mittagshitze schon einen großen Teil unserer Strecke geschafft zu haben und zweitens um dem Strom der Ausflügler zuvorzukommen.

Die fremde Tierwelt fällt dem vorsichtigen Beobachter sofort auf. Farbenprächtige Papageien und Parrots sind hier öfter als Spatzen vertreten und ihr Geschrei trägt auch wesentlich zur ungewohnten Musik dieser Wälder bei. Mit etwas Glück kann man hier noch wilde Koalas entdecken, diese niedlichen Gesellen, die sich trotz größter Bemühungen der Tierschützer immer rarer machen.

Weiter ging es Richtung Nord - Westen, weg von den am Meer liegenden Städten, hinein ins Farmerland. Es brauchte auch nicht lange, bis mir bewußt wurde, daß das Outback langsam näher kam. Beinahe hätte ich dann auch erleben müssen, was es heißt, dort steckenzubleiben... Verwöhnt vom dichten Städtenetz Europas habe ich verpaßt, meinen Wagen vollzutanken und fuhr nun ungeduldig durch scheinbar unendliches Flachland. Ein Hitchhiker, den ich am Rand eines Abzweigs aufgenommen hatte, beruhigte mich und kündigte die nächste Tankstelle in 50 km an. Mein neuer Mitfahrer beantwortete geduldig alle meine Fragen und lud zu einer Tasse Tee in sein Haus ein. Eine freundliche Geste, die ich noch oft auf meiner Reise erfahren sollte. Obwohl das nächstgelegene Pub sicher eine preiswerte Unterkunft angeboten hätte, wollte ich mal in der Natur übernachten. Der erste Morgen im Feld brachte dann auch die erste ungemütliche Erkenntnis: Fliegen. Tausende dieser Quälgeister versuchten am Morgen in meinem Gesicht zu landen, in Nase, Mund und Ohr zu verschwinden. Da half nur noch die Flucht ins Auto. Obwohl man auf der Straße nur halbstündlich einen Gegenverkehr erlebt, sind überfahrene Känguruhs das traurige Markenzeichen der schnurgeraden Straßen. Weil die Bitumenstraßen das Wasser länger halten als die flache Steppe, kommen dutzende Känguruhs zur Nahrungssuche nahe der Straße. Vom Fahren bei Nacht würde ich ohnehin abraten, da so ziemlich jedes Tier auf Grund der Tageshitze nachtaktiv ist.

In Warwick, einer Kleinstadt nahe der Ostküste von Surfers Paradise, verabschiedete sich dann der Kühler meines Autos. Nachdem ich eine Weile wie ein "Schwein ins Uhrwerk" meinen Motor beobachtet hatte, kam mir ein Passant zur Hilfe und machte sich sogleich ans Werk. Er fuhr mich in seinem Wagen zur Werkstatt, beriet mich welchen Kühler ich kaufen sollte und baute ihn auch noch selbst ein. Um mich für seine Hilfe erkenntlich zu zeigen wollte ich ihm im nächstem Pub wenigstens ein paar Runden spendieren, mußte aber zu meinem Unglauben feststellen, daß der Barkeeper nicht zulies, daß ich das Bier bezahle, da ich, wie er meinte, mein Geld noch für die Reise brauche.

Surfers Paradise ist, wie der Name schon sagt, das Mekka aller Surfer. Die Wellen scheinen hier nie zu enden und die Tourismusindustrie lockt die Urlauber mit Tiefstpreisen in die Betonwolkenkratzer. Nach kurzer Erfrischung flüchtete ich auch wieder ins Inland. Ziel war der Lamington National Park, ein Naturreservat, in dem noch etwas von den 2 Prozent australischen, subtropischen Regenwaldes in unberührter Form erhalten sind. Auf meiner Wanderroute kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Am Abend nach meiner Exkursion durch diese fantastische Welt fuhr ich nach Nerang, einem kleinen Ort 20 km von der Küste entfernt. Es war Freitag und die Jugend traf sich im Pub zu Bier und Billard. Wie gewohnt hatte ich es nicht schwer, mich mit den Einheimischen anzufreunden und wurde auch schon wieder mit Einladungen überhäuft. Gleich am nächsten Morgen ging es mit den neuen Bekannten zum Natural Arch, einem Wasserfall, der von einem brückengleichen Felsen in einem kristallklaren Pool endet. Aus 15 Metern Höhe kann man direkt in den Wasserfall springen und landet in einem Höhlenbogen, wo man bei Dämmerung tausende kleine Glühwürmchen beobachten kann. Am Wochenende war ich auf eine traditionelle Grillpartie, "the barbie" wie die Aussies sagen, eingeladen. Bier, Wein, Steaks und Mädchen im Pool machten die kühnsten Vorstellungen war, und ich fühlte mich wieder so richtig wohl. Nach einem Besuch der Metropole Brisbane, einer Wolkenkratzerstadt die sich ganz an die Erfordernisse der Kurzurlauber angepaßt hat, war mein nächstes Ziel die Stadt Cairns, das Amateurtaucherpara-dies. Eine Stadt, die jährlich hunderttausende Besucher beherbergt, wo 95 Prozent aller Australienbesucher eintreffen, hat viel von ihrer Urtümlichkeit verloren. Green Island, die am nähesten gelegene Insel, verlockt den Neuankömmling mit günstigen Angeboten. Für 35 DM, inklusive Schnorchelausrüstung, kann man sich hier einen ganzen Tag der Unterwasserwelt nähern. Was sich da meinen Augen bot, schlug alle Erwartungen. Farbenfrohe Fische aller Arten, Rochen, Schildkröten und sogar kleine Riffhaie, waren zu sehen. So ein fantastischer Tag machte natürlich hungrig und beim abendlichen Mal mit verschiedenen "Früchten" des Meeres, habe ich auch gleich verspeist, was ich vorher noch life gesehen hatte.Trotz meiner Taucheuphorie, ich hatte noch zwei anspruchsvollere Tauchsportkurse besucht, entsprach der Menschentumult nicht meinen Vorstellungen und ich machte neue Pläne, um in die Wildnis zu entkommen. Cape Tribulation, das Cap an dem Captain Cook mit seinem Schiff "Endavour" strandete, sollte mein neues Abenteuerziel sein. Dort weiter im Norden lockten Krokodile und Regenwald. Nachdem ich neue Mitbegleiter gefunden hatte, ging es zunächst nach Kuranda, einem Aboriginal Zentrum, das viele Möglichkeiten bietet dieses Naturvolk näher kennenzulernen. Weiter ging es in den Cape Tribulation National Park, mit einer Fähre über einen Strom mit dutzenden Warnschildern am Ufer "Do not swim". Sogleich vermutete man, mit jedem vorbeitreibenden Zweig, die tödlichen Blicke der Salzwasserkrokodile. In einem Pub, am Fuße des Nationalparks, kam ich gleich wieder ins Gespräch mit einem Aussie, der mir mit seiner Bekleidung, einem kleinem Seidentuch, etwas exotisch erschien. Er stellte sich mir als Peter Robert Stevenson vor, ein Künstler, der es mit seinen abstrakten Naturzeichnungen zu lokalem Ruhm gebracht hatte. Sein Haus steht mitten im Regenwald. Am nächsten Morgen unternahmen wir auch einen Spaziergang mit "Fruchtverkostung" durch Peters Reich. Bananen, Mangos, Feigen und Maracujas schienen das Wenige zu sein, das ich kannte.

Mit einer neuen Crew, zwei Schotten, ein Engländer und einer deutschen Abenteurerin, ging es auf dem Highway westwärts ins Land. Das Sylvesterfest wollten wir auf australische Weise feiern. In einem Fischerörtchen, am Golf von Carpentaria, traf sich der ganze Ort zur Feier im Erholungsclub. Wir wollten die 5 Meilen zum Club zu Fuß antreten, wurden aber sofort von einem Truck aufgenommen. Das sogar der Sheriff mit dem Auto zum Fest fuhr, erstaunte mich schon nicht mehr. Mit Countrymusik und Folkloretänzen ging es recht feucht ins neue Jahr.

Trotz des Neujahrskaters wollten wir doch schon einige hundert Kilometer hinter uns bringen. Auf den nächsten 800 km wurde die Langeweile nur durch vorbeispringende Känguruhs und den kargen Gegenverkehr unterbrochen. Doch wenn man zur Pause am Straßenrand stand, hielt ausnahmslos jeder Fahrer an und fragte, ob man Hilfe brauche.

Unsere nächsten Stationen waren Mt. Isa, die größte Bergbaustadt der Welt, mit den größten Bergbaumaschinen der Welt über 1000m unter der Erdoberfläche und der heilige Berg Ayers Rock. Inmitten von kargem halbwüstem Flachland kann man diesen mehr als 300m hohen Felsen schon aus 200km Entfernung sehen. Den fast 10km langen Rundgang um den Felsen und den Aufstieg auf die Spitze des Felsens sollte man sich nicht entgehen lassen. Jetzt allein reisend, entschied ich mich für eine Route Richtung Süden. Es hatte sich etwas Regen angekündigt; der erste wesentliche Regen nach 5 Jahren. Binnen weniger Stunden sollten sich die ausgetrockneten Flussbetten in reißende Ströme verwandeln, die alles weg-spülten, was nicht fest am Boden verankert war. Glücklicherweise hatte ich eine Stunde Vorsprung. Hinter mir kam kein Auto mehr durch die überfluteten Straßen. Ich war auf dem Weg nach Cooper Pedy, der Opalbergbaustadt, die sich zur Touristenattraktion entpuppte, seit die Ausbeute nach den farbigen Steinen nicht mehr so hoch war, wie in den ersten Tagen. Die Hitze macht erfinderisch und so haben die Bewohner dieser Stadt, ihre ehemaligen unterirdischen Minen, gleich zum Wohnort ausgebaut. Selbst Schulen und die Kirche befinden sich wohltemperiert unter der Erde. Geschichten von wertvollen Funden halten diesen Ort am funktionieren, und auch ich werde vom Fieber gepackt und begebe mich knietief im Sand auf Opalsuche. Schon nach kurzer Zeit finde ich ein paar farbige Stücke, die aber leider nur zum Preis von 12$ (pro Tonne!) verkäuflich waren.

Der schon beschriebene Regen traf auch hier zum Erstaunen der Bewohner ein, und ich entschloß mich zur Weiterfahrt in Richtung Süden. Es ging nach Port Augusta, einer Hafenstadt im Südpazifik. Nach mehr als 4000 km sah ich endlich wieder das Meer und wollte diesen Anblick auch eine Weile beibehalten. Deshalb entschloß ich mich wieder mal für eine Kursänderung entlang der Great Ocean Road.

Die Natur hat auch hier seltsame Felsen geformt und der Mensch den Namen gegeben. Da gibt es die Zwölf Apostel, Naturell Arch, das Blow Hole, sowie die London Bridge.

 

Die dicht am Meer verlaufende Straße erinnerte mich an die windenden Straßen von Monaco.

Je mehr man sichMelbourne nähert, desto mehr wird man an Bayern oder den Schwarzwald erinnert. Auch haben viele deutschstämmige Familien, in alter Tradition, die Städte in kleine deutsche Kolonien verwandelt. Alles ist hier schön eingezäunt und gepflegt. Melbourne hat den Ruf, als kulturellste Stadt Australiens zu gelten. Hunderte kleiner Strassencafes und die verschiedensten historischen Bauwerke erinnern den Besucher ein klein wenig an das Pariser Flair.

In Melbourne wohnt ein Mädchen, das ich vor Jahren auf einer Party in Zürich kennenlernte. Als ich nach ihrer Hausnummer suchte, lief sie mir schon zufälligerweise entgegen, drückte mir den Hausschlüssel in die Hand und fragte mich, ob ich für eine Woche auf ihr Haus und ihre Katze aufpassen könne.

Da hatte ich also eine Woche um Melbourne zu erkunden. Entlang der Brunswick Street, der Alternative zum pickfeinen Stadtzentrum um Swanston Street, kann man so richtig die Atmosphäre dieser Stadt einfangen.

Ich erinnerte mich an den Hitchhiker, den ich nach Mudgee zu Beginn meiner Reise gefahren hatte und das er in Melbourne studiert. Ein Besuch bei ihm bewies wieder einmal die Herzlichkeit der Landsleute, und wir haben bei so manchem Bier unsere Freundschaft ausbauen können.

Nördlich von Melbourne liegt das historische Goldland, das Mitte des vorigen Jahrhunderts zu einem enormen Goldrausch geführt hatte.

Nach kurzer Zeit ertappte ich mich schon dabei, wie ich fieberhaft mit der Goldpfanne nach dem Edelmetall suchte.

Mit noch zwei Monaten Zeit wollte ich mich nun auf den Weg in den Westen des Kontinents machen und bereitete mit neuer Begleitung, diesmal aus Canada, diese nun längste Strecke vor. Mehr als 4000 km lagen vor mir, vorbei an Adelaide der schönen Gartenstadt und dem Hafen von Port Augusta.

Jede größere Siedlung kündigte sich mit der gleichen Silhouette an, und mir kam es vor, als würden wir immer wieder durch die gleiche Ortschaft reisen. Das es hier trotzdem eine üppige Tierwelt gibt, beweisen die riesigen Adler, die teilweise am Straßenrand überfahrene Kadaver "entsorgen" oder über den dem Wahnsinn nahekommenden Touristen kreisen.

Auf der längsten geraden Straße Australiens kann man für mehr als 150 Kilometer sein Lenkrad loslassen, um dann nach einer kleinen Kurve für weitere 60 Kilometer wieder geradeaus zu fahren.

Entlang von Farmland und immer üppiger werdender Vegetation, kamen wir nun dichter an die Metropole Perth heran. Eine Stadt, die jährlich um 30 Prozent wächst und somit den größten Bauboom in Australien erlebt.

Man sagt den Westaustraliern eine noch freundlichere Art nach, als ich sie eigentlich schon in ganz Australien erleben durfte. Als ich mit überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei gestoppt wurde, fragte mich der Beamte, ob ich irgendeinen Grund zur Eile habe, ich sollte doch bei diesem schönen Wetter die Aussicht genießen. Er lies mich ungestraft weiterfahren.

Als letzte Station meiner Reise wollte ich hier mein Auto verkaufen und mittels Tagesreisen die Umgebung erkunden. Durch Freunde in der Schweiz kannte ich eine Familie in Scarborough, eine Satellitenstadt, am nördlichen Strand von Perth gelegen.

Wir freundeten uns auch gleich an und unternahmen fortan eine ganze Serie von spaßigen Reisen. Segeln mit Segelrennbooten, auf Katamaranen, Wellensurfen und Bodysurfen, waren einige tolle Ereignisse dieser Tage, die ich nicht vergessen werde.

Dem Surfen hatte ich mich voll verschrieben und konnte aufgrund meiner SnowBoard-Erfahrung schon nach einiger Zeit ein paar längere Wellen "reiten".

Südlich von Perth zeigt sich Australien noch einmal von seiner Schokoladenseite. Weingebiete, Berglandschaften und Riesenbaumwälder sind lohnende Ausflugziele. Im Winter kann man auch hier Wale sehen und am südwestlichsten Punkt Australiens im "letzten Restaurant vor der Antarktis" dinnieren.

In Bunbury hatte ich das Glück, mit wilden Delphinen im Wasser zu spielen. Ein Erlebnis, das man nur an drei Orten in Australien wiederholen kann. Diese zu meinen Lieblingstieren gehörenden Säuger, scheinen hier ganz unbefangen mit dem Menschen umgehen zu können.

Perth´s Nachtleben erinnert ein wenig an Melbourne, ist aber mehr an englischen Traditionen orientiert. Große Biergärten laden mit Musik zum Barbecue Dinner ein oder man schlendert einfach durch Northbridge, dem Vergnügungsviertel Perths.

Mit mehr als 20000 km Reiseerfahrung habe ich für COTTBUS JOURNAL 1996 geschrieben und nur einen Bruchteil dessen geschildert, was mein Tagebuch über Australien beschreibt. Ich hoffe aber, daß sich der noch unentschlossene Australienliebhaber ein bißchen vom Lebensgefühl dieses Landes anstecken läßt.

Es fiel mir nach 4 Monaten sehr schwer "Lebe Wohl" zu sagen. Ich habe vielleicht zum zigsten Male meinen Vorsatz erneuert bei nächster Gelegenheit wieder zurückzukehren. Dann, so sprach ich einen neuen Traum in Worten aus, will ich den ganzen Kontinent umsegeln.

 

Frank Schefter, Forst 1995/96 - mail mir Deine Meinung an Frank@schefter.net

1996

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